resettlement.de ist ein Kooperationsprojekt des Deutschen Caritasverbandes und des Caritasverbandes für die Diözese Hildesheim/ Caritasstelle im GDL Friedland. Ziel des Projektes ist es, über die verschiedenen Aufnahmeprogramme zu informieren und die am Aufnahmeprozess beteiligten Akteure zu vernetzen. Das Projekt fördert lokale und regionale Netzwerke zur Unterstützung der aufgenommenen Flüchtlinge und den Erfahrungsaustausch zwischen ehemaligen und neu eingereisten Personen.

Resettlement

Resettlement bezeichnet die dauerhafte Aufnahme besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge aus einem Land, in dem sie bereits als Geflüchtete leben, in einen zur Aufnahme bereiten Drittstaat. Dieser Staat gewährt den Betroffenen eine direkte und sichere Einreise und einen umfassenden Flüchtlingsschutz. Die Flüchtlinge werden in einem komplexen Verfahren unter Beteiligung des Flüchtlingshilfswerkes der Vereinten Nationen (UNHCR) ausgewählt. Resettlement ist kein Ersatz für reguläre Asylverfahren, sondern nur eine Ergänzung zum Schutz besonders vulnerabler Flüchtlinge.

Humanitäre Aufnahme

Humanitäre Aufnahme ermöglicht Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten eine sichere Einreise nach Deutschland. Die Aufnahmeprogramme werden aus einem gegebenen akuten Anlass eingerichtet. Einreisende Personen erhalten in Deutschland eine temporäre Aufenthaltserlaubnis. In den vergangenen Jahren gab es mehrere mittlerweile abgeschlossene Aufnahmeprogramme des Bundes für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge. Einige Bundesländer verfügen über laufende Programme, mit denen syrische Flüchtlinge zu Familienangehörigen nach Deutschland einreisen können.

Dawit Weldaab aus Eritrea

„Ich will nicht immer Hilfe kriegen“

Foto: Caritas Friedland/Eva Lutter

Dawit Weldaab reiste 2012 über das Resettlement-Programm nach Deutschland ein. Der 29-Jährige wurde in Eritrea geboren und lebte mit seiner Familie mehrere Jahre in Äthiopien. Als eritreischer Staatsbürger bekam er in Äthiopien keinen regulären Aufenthaltstitel. Dawit konnte nur eingeschränkt zur Schule gehen und später auch nur schwer als Automechaniker arbeiten:

„In Äthiopien war ich ein Mensch zweiter Klasse“.

Chaza Salloum aus Syrien

„Niemand sucht sich aus, ein Flüchtling zu werden“

Foto: Privat

Chaza Salloum kam im August 2014 mit dem Humanitären Aufnahmeprogramm nach Deutschland. Ursprünglich aus Maharde stammend ist sie in Aleppo aufgewachsen und hat danach an vielen verschiedenen Orten gelebt. Seit 1989 arbeitet sie im humanitären Bereich für und mit Flüchtlingen und sie weiß, wie schwierig diese Arbeit sein kann.

„Die eigenen Landsleute auf einmal als Flüchtlinge zu sehen, das ist nochmal etwas ganz anderes!“

Dieses Projekt wird aus den Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert

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