resettlement.de ist ein Kooperationsprojekt des Deutschen Caritasverbandes und des Caritasverbandes für die Diözese Hildesheim/ Caritasstelle im GDL Friedland. Ziel des Projektes ist es, über die verschiedenen Aufnahmeprogramme zu informieren und die am Aufnahmeprozess beteiligten Akteure zu vernetzen. Das Projekt fördert lokale und regionale Netzwerke zur Unterstützung der aufgenommenen Flüchtlinge und den Erfahrungsaustausch zwischen ehemaligen und neu eingereisten Personen.

Aktuelle Einreise

EinreisedatumPersonenaus welchem Land?NationalitätAufenthaltstitel
07.09.2017236TürkeiSyrien§ 23, 2

Resettlement

Resettlement bezeichnet die dauerhafte Aufnahme besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge aus einem Land, in dem sie bereits als Geflüchtete leben, in einen zur Aufnahme bereiten Drittstaat. Dieser Staat gewährt den Betroffenen eine direkte und sichere Einreise und einen umfassenden Flüchtlingsschutz. Die Flüchtlinge werden in einem komplexen Verfahren unter Beteiligung des Flüchtlingshilfswerkes der Vereinten Nationen (UNHCR) ausgewählt. Resettlement ist kein Ersatz für reguläre Asylverfahren, sondern nur eine Ergänzung zum Schutz besonders vulnerabler Flüchtlinge.

Humanitäre Aufnahme

Humanitäre Aufnahme ermöglicht Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten eine sichere Einreise nach Deutschland. Die Aufnahmeprogramme werden aus einem gegebenen akuten Anlass eingerichtet. Einreisende Personen erhalten in Deutschland eine temporäre Aufenthaltserlaubnis. In den vergangenen Jahren gab es mehrere mittlerweile abgeschlossene Aufnahmeprogramme des Bundes für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge. Einige Bundesländer verfügen über laufende Programme, mit denen syrische Flüchtlinge zu Familienangehörigen nach Deutschland einreisen können.

Dawit Weldaab aus Eritrea

„Ich will nicht immer Hilfe kriegen“

Foto: Caritas Friedland/Eva Lutter

Dawit Weldaab reiste 2012 über das Resettlement-Programm nach Deutschland ein. Der 29-Jährige wurde in Eritrea geboren und lebte mit seiner Familie mehrere Jahre in Äthiopien. Als eritreischer Staatsbürger bekam er in Äthiopien keinen regulären Aufenthaltstitel. Dawit konnte nur eingeschränkt zur Schule gehen und später auch nur schwer als Automechaniker arbeiten:

„In Äthiopien war ich ein Mensch zweiter Klasse“.

Hiba Kaka aus Syrien

„Im Libanon wurden wir häufig mit Vorurteilen konfrontiert.““

Foto: Caritas Friedland

Hiba Kaka, ihr Mann und ihre zwei Kinder lebten als syrische Flüchtlinge im Libanon. Die Familie bewarb sich über das Humanitäre Bundesprogramm für eine Aufnahme und reiste 2014 in Deutschland ein. „Im Libanon waren wir häufig mit Vorurteilen gegenüber Syrerinnen und Syrern konfrontiert, zum Beispiel dass sie den Einheimischen Wohnraum und Arbeitsplätze wegnehmen.“ erzählt Hiba Kaka über ihre schwierige Situation dort.

„In meinem Wohnort hier in Deutschland fühle ich mich jetzt sehr wohl!“

Mohammad Kharfan aus Syrien

„Meine Kinder haben in Syrien Schlimmes erlebt.“

Foto: Privat

In diesem und bereits im vergangenen Jahr war die Türkei das Land, das weltweit die größte absolute Zahl von Flüchtlingen aufnahm: 2,5 Millionen Menschen. Einer von ihnen war Mohammad Kharfan. Mit seiner Frau, den fünf Kindern, seiner kranken Mutter und weiteren Familienangehörigen lebte er die letzten sechs Monate in der Türkei, einige Stunden von Istanbul entfernt.

„In der Türkei gab es keine Möglichkeit für meine Kinder, die Schule regelmäßig zu besuchen.“

Dieses Projekt wird aus den Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert

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