Umgang mit Erwartungen

Foto: UNHCR/John Rae

Die Ausreise aus der Herkunftsregion über ein Resettlement-Programm stellt eine tiefgreifende Veränderung im Leben von Menschen dar. Findet die Ausreise in Kooperation mit UNHCR und IOM (Internationale Organisation für Migration) statt, so besuchen die Schutzsuchenden vor Ausreise meist einen Kurs (pre-departure cultural orientation) zu kulturellen Aspekten des Staates, in den sie einreisen werden. Diese dreitägigen Kurse vermitteln Wissen über Deutschland im Allgemeinen und über die ersten Schritte im Aufnahmeland.

In den ersten zwei Wochen in Deutschland sind die eingereisten Personen in der Regel in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Niedersachsen (vorrangig im Grenzdurchgangslager Friedland) untergebracht und erhalten dort eine weitere Einführung für ihr späteres Leben in Deutschland durch die sogenannten Wegweiserkurse. Sie werden darüber hinaus von den in Friedland ansässigen Wohlfahrtsverbänden (Caritas und Innere Mission) betreut und beraten.

Das Projekt resettlement.de unterstützt neu einreisende Personen vor allem in den ersten Wochen der Ankunft durch Informationsveranstaltungen, bei denen ehemalig eingereiste Personen ihre eigenen Erfahrungen weitergeben und so als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren fungieren. Zudem besteht im Rahmen des Projekts die Möglichkeit der Vernetzung über Social Media und eine Hotline, an die sich neu Eingereiste im Notfall wenden können.