resettlement.de ist ein Kooperationsprojekt des Caritasverbandes für die Diözese Hildesheim/ Caritasstelle im GDL Friedland und des Deutschen Caritasverbandes. Ziel des Projektes ist es, über die verschiedenen Aufnahmeprogramme zu informieren und die am Aufnahmeprozess beteiligten Akteure zu vernetzen. Das Projekt fördert lokale und regionale Netzwerke zur Unterstützung der aufgenommenen Flüchtlinge und den Erfahrungsaustausch zwischen ehemaligen und neu eingereisten Personen.

Aktuelle Einreise

EinreisedatumPersonenaus welchem Land?NationalitätAufenthaltstitel
06.11.2018184TürkeiSyrien§ 23, 2

Resettlement

Resettlement bezeichnet die dauerhafte Aufnahme besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge aus einem Land, in dem sie bereits als Geflüchtete leben, in einen zur Aufnahme bereiten Drittstaat. Dieser Staat gewährt den Betroffenen eine direkte und sichere Einreise und einen umfassenden Flüchtlingsschutz. Die Flüchtlinge werden in einem komplexen Verfahren unter Beteiligung des Flüchtlingshilfswerkes der Vereinten Nationen (UNHCR) ausgewählt. Resettlement ist kein Ersatz für reguläre Asylverfahren, sondern nur eine Ergänzung zum Schutz besonders vulnerabler Flüchtlinge.

Humanitäre Aufnahme

Humanitäre Aufnahme ermöglicht Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten eine sichere Einreise nach Deutschland. Die Aufnahmeprogramme werden aus einem gegebenen akuten Anlass eingerichtet. Einreisende Personen erhalten in Deutschland eine temporäre Aufenthaltserlaubnis. In den vergangenen Jahren gab es mehrere mittlerweile abgeschlossene Aufnahmeprogramme des Bundes für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge. Einige Bundesländer verfügen über laufende Programme, mit denen syrische Flüchtlinge zu Familienangehörigen nach Deutschland einreisen können.

Dawit Weldaab aus Eritrea

„Ich will nicht immer Hilfe kriegen“

Foto: Caritas Friedland/Eva Lutter

Dawit Weldaab reiste 2012 über das Resettlement-Programm nach Deutschland ein. Der 29-Jährige wurde in Eritrea geboren und lebte mit seiner Familie mehrere Jahre in Äthiopien. Als eritreischer Staatsbürger bekam er in Äthiopien keinen regulären Aufenthaltstitel. Dawit konnte nur eingeschränkt zur Schule gehen und später auch nur schwer als Automechaniker arbeiten:

„In Äthiopien war ich ein Mensch zweiter Klasse“.

Hiba Kaka aus Syrien

„Im Libanon wurden wir häufig mit Vorurteilen konfrontiert.““

Foto: Caritas Friedland

Hiba Kaka, ihr Mann und ihre zwei Kinder lebten als syrische Flüchtlinge im Libanon. Die Familie bewarb sich über das Humanitäre Bundesprogramm für eine Aufnahme und reiste 2014 in Deutschland ein. „Im Libanon waren wir häufig mit Vorurteilen gegenüber Syrerinnen und Syrern konfrontiert, zum Beispiel dass sie den Einheimischen Wohnraum und Arbeitsplätze wegnehmen.“ erzählt Hiba Kaka über ihre schwierige Situation dort.

„In meinem Wohnort hier in Deutschland fühle ich mich jetzt sehr wohl!“

Ranim Daree aus Syrien

„Sobald der Sprachkurs beendet ist, will ich Psychologie an der Universität studieren“

Foto: Caritas Friedland/ Nicole Schmale

Ranim Daree kam im Herbst 2016 über das Resettlement-Programm mit Ihren Eltern und Geschwistern nach Deutschland. Nachdem sie und Ihre Familie aus Syrien in die Türkei geflüchtet waren, lernte sie dort Türkisch, um die Universität zu besuchen. Aktuell will sie die B2-Prüfung für Deutsch schaffen, um hier in Deutschland ihr Studium beenden zu können.

„Ich war sehr glücklich, da ich hier mein Leben endlich ohne Angst leben kann.“

Dieses Projekt wird aus den Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert

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